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Willkommen auf der Homepage der Villa ten Hompel!
Der heutige Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster – ehemalige Fabrikantenvilla, Sitz der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, Ort der Entnazifizierung und Dezernat für Wiedergutmachung im Nachkriegsdeutschland – bietet heute Raum für die Auseinandersetzung mit geschichtlichen und aktuellen Themen zwischen Erinnerungskultur und Demokratieförderung am historischen Ort.
Veranstaltungen: Gespräche, Lesungen, Seminare und mehr
© Stadt Münster Münster View
Eine Übersicht über alle Veranstaltungen in der zweiten Jahreshälfte finden Sie in dem
Veranstaltungskalender der Villa ten Hompel
Aktuelle Meldungen
Junge Wissenschaft am 10. September 2026. Abschlussarbeiten im Dialog
Jule Richter © privat
Judith Thamm © privat
Jule Richter: „Postfaktische Narrative der AfD. Eine Analyse von Plenarreden der AfD im Deutschen Bundestag“
Der AfD als rechtspopulistischer Partei wird seit Jahren wiederholt nachgewiesen, falsche oder irreführende Aussagen zu verbreiten. Faktenchecks und wissenschaftliche Analysen dokumentieren diese Entwicklung, können aber nur schwer mit der Geschwindigkeit der Verbreitung entsprechender Behauptungen Schritt halten. Dieses Phänomen des „Postfaktischen“ zeigt sich nicht nur als populistische Strategie, sondern auch als gesellschaftliche Entwicklung – mit Konsequenzen für die Politik, aber auch für gesellschaftliches Vertrauen generell. Jule Richter nimmt in ihrer Bachelorarbeit diese Entwicklung in den Blick und untersucht, welche postfaktischen Narrative sich in Reden der AfD im Bundestag erkennen lassen.
Judith Thamm: „Bürgerdenkmal ohne Bürger? Zum erinnerungskulturellen Aushandlungsprozess um ein jüdisches Erinnerungszeichen in Lippstadt (1998-2003)"
Im öffentlichen Raum erinnern zahlreiche Mahnmale an Verfolgte des NS-Regimes. Sowohl das Holocaust-Mahnmal in Berlin als auch lokale Mahnmale in Kleinstädten sind dabei Ausdruck gesellschaftlicher und politischer Entscheidungen. Während die Erinnerungskultur zum Holocaust in der deutschen Geschichtswissenschaft bereits umfassend erforscht wurde, bestehen auf lokaler Ebene Forschungslücken. Umso ergiebiger ist ein Blick auf die Entwicklungen in der westfälischen Kleinstadt Lippstadt. 1998 stellte die Gruppe „Frauen für den Frieden“ einen Antrag für ein zentrales Holocaust-Mahnmal. Enthüllt wurde es 2003 im Beisein von Paul Spiegel, dem damaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland. Judith Thamm untersucht in ihrer Bachelorarbeit Konflikte und Kompromisse des Entstehungsprozesses.
| Donnerstag, 10. September 2026 19 Uhr Saal der Villa ten Hompel | Zoom-Link Meeting-ID: 874 1739 0832 Kenncode: CJd6C4 |
„Baum des Gedächtnisses und der Zukunft“ steht für festere Wurzeln auch im menschlichen Miteinander Erinnern an den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939
Freundeskreis für die Partnerschaft der Städte Lublin und Münster plant mit der Wohn- und Stadtbau und der Villa ten Hompel eine Friedensgeste am Ring und besondere Austauschbegegnungen
Mit einer geschichtsbewussten Geste erinnern der Freundeskreis für Münsters heutige Partnerstadt Lublin in Polen und die Villa ten Hompel an die Leiden, Folgen und Lügen der NS-Propaganda während des deutschen Überfalls auf Polen am 1. September 1939. Ein „Baum des Gedächtnisses und der Zukunft“ wird künftig die Gräuel der Besatzungsherrschaft nach dem Überfall, aber eben auch die schwierige Suche nach friedlicher Gemeinsamkeit beider Länder seit dem Ende der Teilung Europas in 1989/90 symbolisieren, als das wiedervereinigte Deutschland und das vom Kommunismus befreite Polen einen Nachbarschaftsvertrag schlossen und sich nach harten Grenzkonflikten, Flucht- und Vertriebenenfragen erstmals versöhnlich einigten.
Vereinsvorsitzende Joanna Harmus und ihr Vorstandskollege Stefan Querl, der den Geschichtsort der Stadt Münster leitet, kündigten für 2027 zudem besondere Austausch-, Ausstellungs- und Vortragsprogramme in Münster wie auch in Lublin an.
Vorstandswechsel im Förderverein der Villa ten Hompel
Marliese Kosmider neues Mitglied im Vereinsvorstand
Einvernehmlicher Wechsel in den Gremien des Fördervereins der Villa ten Hompel: Der Vorstand begrüßte Marliese Kosmider als neues Mitglied und als Nachfolgerin des früheren Kanzlers der Universität Münster, Prof. Dr. Klaus Anderbrügge.


