Zukunft-StadtRaum-Martiniviertel

Neue Planungsideen für die Hörsterstraße
 
 
 
 
 

Herausforderungen für die Zukunft im Martiniviertel

Schon seit längerem sind im Martiniviertel verschiedene Herausforderungen und Probleme bekannt:

  • Viele Autos und Busse durchqueren diese enge Quartiersstraße. Die Gehwege sind schmal, nicht barrierefrei, parkende Autos nehmen viel Fläche in Anspruch und Zufußgehende und Radfahrende haben zu wenig Platz.
  • In der Straße gibt es nur sehr wenig Stadtgrün. Die Flächen sind geteert oder gepflastert, sehr dunkel und deshalb im Sommer sehr heiß. Wasser fließt direkt in die Kanalisation statt zu versickern oder zu verdunsten. Das ist nicht klimagerecht. 
  • Die Martinistraße hinter dem Theater ist kein Ort, an dem sich Menschen gut aufhalten können, könnte es aber sein.
  • Direkt vor der historischen Kulisse des Standesamtes ist eine Bushaltestelle. Es ist nur sehr wenig Platz für die Hochzeitsgesellschaften, kein Grün und auch keine Möglichkeit, Fahrräder geordnet abzustellen.
  • Der kleine (ehemalige) Parkplatz am Bült könnte besser genutzt werden. Das wird auch schon probeweise getestet: Die Parkplätze sind aktuell nicht mehr vorhanden, Sitzbereiche und Fahrradständer wurden installiert. Eine dauerhafte Lösung muss jedoch noch entworfen und umgesetzt werden.  
 

Ein Förderwettbewerb als Chance für Neues im Martiniviertel

Im Jahr 2021 hat die Stadt Münster die Chance ergriffen, an einem Fördermittelwettbewerb des Landes Nordrhein-Westfalen teilzunehmen. Unter dem Titel "Zukunft StadtRaum" suchte das Bauministerium innovative Ideen dazu, wie Straßenräume attraktiv neu, vielfältiger und klimagerechter umgestaltet werden können. Dies passte sehr gut für die Hörsterstraße, den Parkplatz am Bült und die Martinistraße.

Die Stadt Münster hat sich im Wettbewerb beworben und wurde im Frühjahr 2022 als Sieger prämiert. Im Mai 2023 wurden schließlich Fördermittel für dieses Vorhaben in Höhe von rd. 4,1 Mio. € vom Land NRW bewilligt, so dass nun weitere Planungsschritte und dann der Umbau ausgeführt werden können.

Die Entwurfsideen: Interessierte redeten mit!

Die ersten Entwurfsideen für die Hörsterstraße, den kleinen Parkplatz am Bült und die Martinistraße verfolgten folgende Ziele:

  • eine verkehrsberuhigte Zone entsteht und löst die Dominanz von Bussen und Autos ab
  • keine parkenden Autos mehr in der Hörsterstraße und damit mehr Platz für Radfahrende und Zufußgehende
  • eine Verbesserung der Barrierefreiheit
  • mehr Raum für Fahrradparken
  • mehr Orte zum Verweilen auch ohne Konsumzwang
  • Klimagerechtigkeit durch mehr Grün, innovative Regenwasserbewirtschaftung, Wasserspeicher und weniger Versiegelung
  • eine stadtgestalterische Aufwertung, durch die auch die Denkmäler in Wert gesetzt werden. 

Im Juni 2022 fand eine Beteiligungsaktion auf dem Parkplatz am Bült statt. Hier wurden die ersten Entwurfsideen ausgestellt und bei Spaziergängen im Viertel vor Ort erläutert. Interessierte konnten ihre Anregungen zu den Ideen einbringen und mit den Landschaftsarchitekten vom Büro SAL Landschaftsarchitektur GmbH und Mitarbeitenden der Stadt Münster, die die Entwürfe gemeinsam erarbeitet haben, diskutieren. Parallel bestand die Möglichkeit, Vorschläge und Anmerkungen im Internet online in den Entwurf einzutragen. Die Anregungen zu den ersten Ideen, die interessierte Menschen dazu online eingetragen haben, können hier eingesehen werden: www.plan-portal.de/mikrokiez-martiniviertel

Die Anregungen wurden aufgenommen und in die Entwurfsideen eingearbeitet, die schließlich vom Rat der Stadt Münster im Oktober 2022 befürwortet wurden. Hier können Sie die entsprechende Beschlussvorlage inklusive Vorentwurf ansehen: www.stadt-muenster.de/sessionnet

Wie geht es jetzt weiter?

Mit der Bewilligung der Fördermittel starten weitere Planungsschritte, bei denen die Entwürfe weiter ausgearbeitet werden. Damit ein optimaler fertiger Entwurf entsteht, sind noch mehrere Arbeitsphasen nötig, die noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden.

Dabei werden auch zukünftig die "Martiniviertler", die Bürgerinnen und Bürger der Stadt oder einfach interessierte Personen über die Planungen und die Zukunftsgestaltung des Martiniviertels informiert.