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In Münster unterwegs mit Bus und Bahn
Park-and-Ride-Anlagen
Park-and-Ride-Anlagen (P+R) sind Pkw-Abstellanlagen in Verbindung mit Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Sie dienen einer Verknüpfung zwischen dem privaten Pkw und Bus oder Bahn und ermöglichen damit intermodale Reiseketten. P+R-Anlagen richten sich vor allem an Berufspendelnde, die für ihren Arbeitsweg an ihrem Wohnort zwar auf einen Pkw angewiesen sind, die jedoch spätestens an der Stadtgrenze großer Zentren oder nach Möglichkeit auch schon weit davor auf den ÖPNV gelenkt werden sollen. Darüber hinaus zählen auch Personen, die z. B. zum Einkaufen in eine Stadt kommen, oder die an besucherstarken Veranstaltungen teilnehmen (bspw. Volksfeste, Sportveranstaltungen) zur Zielgruppe von Park and Ride. Um kurze Reisezeiten in diese Zentren zu gewährleisten, finden sich P+R-Anlagen typischerweise v. a. an Haltepunkten des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) oder von Stadt- bzw. Straßenbahnen, teilweise aber auch an Haltestellen von schnellen, leistungsstarken Buslinien.
In Münster bestehen derzeit 14 P+R Anlagen, davon acht an Bahnhaltepunkten und fünf an Bushaltestellen: P+R Bahnhof Albachten, P+R Bahnhof Amelsbüren, P+R Bahnhof Häger, P+R Bahnhof Hiltrup, P+R Bahnhof Mecklenbeck, P+R Bahnhof Roxel, P+R Bahnhof Sprakel, P+R Bahnhof Münster Zentrum-Nord, P+R Grevener Straße (Kanalstraße), P+R Kappenberger Damm/Hansa-Business-Park, P+R Nieberdingstraße (Albersloher Weg), P+R Preußenstadion, P+R Steinfurter Straße/Abzweig Wilkinghege und P+R Weseler Straße.
Aktuell: Neues P+R Angebot am Parkhaus Coesfelder Kreuz an allen Samstagen
Ab dem 22.03.2025 wird auf Initiative der Stadt Münster das Parkhaus am Coesfelder Kreuz mit seinen fast 1.000 Pkw-Stellplätzen als P+R Standort an allen Samstagen geöffnet. Vor allem Besucher*innen, die über die Steinfurter Straße, die Grevener Straße oder die Weseler Straße (A43) anreisen, können hier das Auto abstellen und in den Bus umsteigen. Für nur fünf Euro pro Tag können sie dieses Parkhaus nutzen. Bis zu fünf Personen können mit dem Parkticket ohne weitere Kosten mit Stadtbussen vom Coesfelder Kreuz in die Innenstadt weiterfahren: Hierfür bieten sich die Linien 11 und 12 mit Anbindung an die Haltestelle „Aegidiimarkt“ und die Linien 1 und 5 mit Anbindung an die Haltestelle „Altstadt/Bült“ an. Das Parkhaus ist an Samstagen jeweils von 8 Uhr bis 23 Uhr geöffnet.
Ihr Ticket können Nutzerinnen und Nutzer mit Kreditkarte oder per Überweisung bezahlen. Im ersten Schritt scannen sie einen der ausgehängten QR-Codes per Smartphone. So gelangen sie zu einem Webshop und wählen dort die Zahlungsmöglichkeit. Das Ticket kommt dann direkt aufs Smartphone.
Bike-and-Ride-Anlagen
Neben den Radabstellanlagen an Bahnhaltepunkten gewinnt auch das Fahrradparken an Bushaltestellen zunehmend an Bedeutung. Gerade in Stadtteilen mit einer regen Neubautätigkeit und großen Gewerbe- und Industriegebieten spielt das Fahrrad als Zubringer zur Bushaltestelle eine große Rolle.
Das frühzeitige Einplanen des Fahrrades als Zubringer zum ÖPNV und eine Ausstattung der entsprechenden Haltestellen mit Fahrradabstellmöglichkeit fördert das Miteinander von Fahrrad und Bus.
Mobilstationskonzept der Stadt Münster
Ein als Bestandteil des Masterplans Mobilität Münster 2035+ sieht künftig ein umfassendes Netz von Mobilstationen vor, an denen private Verkehrsmittel und öffentlich zugängliche Mobilitätsangebote (ÖPNV, geteilte Verkehrsmittel/Fahrten) gebündelt und miteinander verzahnt werden. Das Mobilstationskonzept enthält verbindliche Qualitätsstandards für drei Größenklassen S, M und L von Mobilstationen (Teil A) sowie ein Standortkonzept, das diesen Größenklassen Ausstattungsmodule und Standorte zuordnet (Teil B).
Die multimodale Mobilität hat eine große Bedeutung, wenn es darum geht, den Verkehr in Münster klimaneutral zu gestalten. Mobilstationen sind die Zugangspunkte zum multimodalen Mobilitätsangebot. Um im Wettbewerb mit dem „eigenen Auto vor der Haustür“ bestehen zu können und zum Umsteigen zu animieren, müssen Mobilstationen jedoch schnell erreichbar und funktional gestaltet sein. Das Mobilstationskonzept sieht daher Mobilstationen für alle zusammenhängenden Siedlungsflächen im Stadtgebiet mit einem Gesamtpotenzial von mind. 200 Personen (Einwohnende, Beschäftigte, regelmäßige Besuchende) vor.
Die Erarbeitung des Mobilstationskonzepts erfolgt in drei konzeptionellen Schritten: Im „Mobilstationskonzept der Stadt Münster – Teil A“ wurden Qualitätsstandards festgelegt, die zukünftig für Mobilstationen in Münster gelten sollen. Im „Mobilstationskonzept der Stadt Münster – Teil B: Standortkonzept“ wurden 146 potenzielle Mobilstationsstandorte identifiziert und in drei Größenklassen eingeteilt, die unterschiedliche Ausstattungsmerkmale aufweisen. Aktuell wird ein „Mobilstationskonzept der Stadt Münster – Teil C“ entwickelt, welches ein konkretes Umsetzungsprogramm für die ersten, bis 2030 umzusetzenden Standorte enthalten wird.